Erstes Kennenlernen oder wie wir eine Familie wurden
Kennenlernen am Badesee

Hallo ihr Lieben,

Ich freue mich sehr, dass ihr den Weg zu meinem Blog gefunden habt. Ich schreibe unfassbar gern und möchte euch meine Eindrücke als aktiver Part einer Patchwork-Familie zeigen. Was passt dabei besser als ein erstes Kennenlernen?

Wer bin ich?

Als allererstes bin ich immer „Mamiiii“. Ich habe das absolut beste Kind auf Erden (natürlich!), das ich mehr liebe, als ich mir je zu träumen gewagt hätte. Nur leider hat es mit ihrem Papa nicht sollen sein. Als wir uns kennenlernten war ich noch sehr jung, gerade einmal 19 Jahre alt. Kurze Zeit später war ich schwanger und unser Verhältnis war von Anfang an schwierig. Ich glaube nicht, dass jemand Schuld daran hat, ich denke einfach, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände handelte. Wir liebten uns sehr, fanden jedoch nie wirklich zueinander. Kurzum: Wir waren nicht, was wir brauchten. Dennoch hielten wir  jahrelang an unserer Beziehung fest und heirateten sogar. Zum einen wegen unserer Tochter und zum anderen, weil wir uns wünschten, dass es funktioniert.

Die Trennung

Leider reicht wünschen allein manchmal nicht aus und so war eine Trennung der einzig richtige Schritt. Heute, mit ein paar Jahren Abstand, glaube ich mehr denn je daran, dass dies ein schwerer Schritt, aber dennoch der richtige Ausweg aus unserem Dilemma war. Unsere Kleine hatte bereits angefangen zu verstehen, wenn wir stritten und versuchte zu vermitteln, indem sie uns zwang nach einem Streit gemeinsam mit ihr zu spielen – eine unhaltbare Situation. Also trennten wir uns.

Neuanfang

Seitdem leben wir das Wechselmodell, was auch ziemlich gut funktioniert. Amelie macht bis zum heutigen Zeitpunkt nicht den Eindruck, als müsse sie sich zwischen den Eltern entscheiden, wie das manchmal leider der Fall ist – ich kenne das von mir selbst, bin ich doch auch ein Trennungskind. Ein Glück für uns war sicher auch der Zeitpunkt der Trennung. Unsere Maus war zu diesem Zeitpunkt doch noch so klein, dass sie heute keinerlei aktive Erinnerung an Mama und Papa zusammen als Familie hat.

Erstes Kennenlernen

Mittlerweile habe ich ja wieder einen Partner an meiner Seite, den mein Töchterchen auch liebt bis zum Umfallen und liebevoll „ihren Markus“ nennt – der Name ist ja schließlich nicht ganz so selten. Wir leben zusammen und auch das klassische Kleinfamilienmodell. Sprich: Markus ist selbstständig und arbeitet daher sehr viel. Ich widme mich Kind und Haushalt. Jetzt werden einige wieder laut nach Emanzipation rufen, aber weißt Du was? Für mich ist Emanzipation ja eigentlich genau das: Sich als Frau (und natürlich als Familie) entscheiden zu können, welche Modell am besten zur persönlichen Lebenssituation passt. Und genau das ist es, was mir wirklich nahe liegt – mich ganz mütterlich um meine Liebsten zu kümmern.

Kennengelernt haben sich die beiden übrigens an einem See beim Baden. Das Foto, dass du oben sehen kannst stammt auch von genau diesem Treffen und es war von der ersten Sekunde an kein Problem – glücklicherweise. Natürlich haben wir es langsam angehen lassen und haben nicht gleich in die volle Paar-Schiene gefahren, damit Amelie sich an die neue Situation gewöhnen konnte. Ich glaube zwar daran, dass dieses Vorgehen ganz gut war, bin mir aber auch darüber bewusst, dass wir einfach viel Glück hatten. Meine Tochter und mein Freund sind beide sehr offene Menschen und Amelie hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Verständnis von einem Paar, wie wir uns das vorstellen. Für sie gab es einfach einen neuen Menschen in ihrem Leben, den sie genauso offen und unvoreingenommen empfing, wie sie auch jeden anderen empfangen würde. Wäre sie wie heute sechs Jahre alt gewesen, hätte sich das Kennenlernen vielleicht ein wenig komplizierter gestaltet.

Wie waren denn Deine Erfahrungen bzgl. des Kennenlernens? War das ähnlich entspannt oder haben Deine Kinder versucht die neue Beziehung zu sabotieren?
Ich freue mich, wenn du mir einen Kommentar da lässt.

xoxo

Deine Swana

 

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